Meer im Leben - Blog

Einfach raus!

Während ich schreibe, rauschen im Hintergrund, nur wenige Meter von mir entfernt, die kraftvollen Wellen des Atlantiks. Meine dreimonatige Auszeit in Portugal geht langsam dem Ende zu. Im Dezember sind mein Mann und ich gemeinsam mit unseren Hunden im Wohnmobil aufgebrochen.

Corona hat uns verändert. Nein, mehr noch: es hat uns deutlicher als alles andere in unserem Leben mit Fragen konfrontiert. Zum Beispiel mit der Frage, wie wir in Zukunft leben wollen.

Wir sind losgefahren. Wir wollten durchatmen. Freiraum haben. Dinge mit Abstand betrachten und neue Perspektiven bekommen. Fremde Landschaften entdecken. Abenteuer erleben. Sonne tanken. Und auf einige unserer Fragen Antworten finden.

Ich war sehr erschöpft, als wir aufgebrochen sind. Unkreativ. Und vieles von dem, was mir wichtig war, kam mir plötzlich sinnlos vor.

Nicht auf alle meine Fragen konnte ich Antworten finden. Manche Fragen haben sich auch in Luft aufgelöst oder stellen sich mir so nicht mehr. Der einen oder anderen Antwort konnte ich mich annähern.

Vielleicht hast du ähnliche Erfahrungen gemacht in den letzten beiden sehr verrückten Jahren.

Eine meiner wichtigsten Erkenntnisse ist es wieder einmal, dass es einen Zustand von Entspannung braucht, damit sich aus Erschöpfung, aus Nicht-Wissen und dem unermüdlich kreisenden Gedankenkarussell etwas Neues entwickeln kann.

Raum und Zeit, in der alles passieren darf und nichts passieren muss. Für mich persönlich gibt es keinen heilsameren Ort als das Meer. Hier kann ich den Blick weiten und alles, was ich nicht mehr brauche, mit Abstand betrachten und Stück für Stück loslassen.

Wie lange ist deine letzte „Inventur“ her?

Welche Orte und welche Menschen unterstützen dich dabei, neue Perspektiven zu bekommen?

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