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In wenigen Stunden beginnt das neue Jahr. Und seit fast zwei Jahren spreche ich davon, diese Frauen-Coaching-Internetseite an den Start zu bringen. Immer wieder gab es Gründe, die mich davon abgehalten haben, das zu tun.
Nach dem Motto „Schuld sind immer die anderen“ habe ich wahlweise meinen Partner, meinen Job, andere Menschen dafür verantwortlich gemacht, dass ich etwas nicht verwirklicht habe, was mir am Herzen liegt. Vielleicht kennst du das auch?

Ziele am Ende eines Jahres mit Blick auf die kommenden 12 Monate

In 2016 werde ich….dies oder jenes endlich tun, was ich schon lange tun wollte. Und dann ist es – viel zu plötzlich- 2017 und die Ziele sind… im Sande verlaufen.

Ich habe mich das erste Mal bewusster mit meinen Zielen auseinandergesetzt, als ich kurz nach meinem Studium vor vielen Jahren arbeitslos für einige Monate in San Francisco unterwegs war. Völlig planlos bin ich in die USA gereist, wusste, dass ich als Diplom-Sozialpädagogin nicht mehr arbeiten wollte, aber hatte keine Ahnung wie es weitergehen sollte.

Durch einen „Zufall“ bin ich als einzige deutsche Teilnehmerin in einem Integrationskurs für mexikanische Migrantinnen und Migranten gelandet. Ich erinnere mich, dass an der Wand des Klassenraums unter anderem der Satz stand:

„A problem is chance for you to do the best.“

Das Mission Statement als Instument zur Zielsetzung

Ich wollte in diesem Kurs meine Englischkenntnisse verbessern und fand mich in einem „Lebenskurs“ wieder. Maria, unsere nicaraguanische Lehrerin, forderte uns nach einer schriftlichen Vorbereitungszeit auf, der Reihe nach vor die Gruppe zu treten und unser eigenes „Mission Statement“ zu formulieren.

 

Was ist ein Mission Statement?

Ich würde es als individuelles, sehr kraftvolles Manifest beschreiben, das meine Ziele mit meinen Werten in Verbindung bringt. Die Werte bilden sozusagen die Basis dieses persönlich formulierten Leitbildes. Maria fragte uns in den folgenden Unterrichtsstunden immer wieder:

Was ist dir wirklich wichtig?
Warum bist du hier?
Wo siehst du dich in zehn Jahren?

Was willst du tun in diesem Land der scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten? Marias Fragen in San Francisco waren für mich der Beginn, mich mit meinen Lebenszielen intensiver zu befassen, denn ich hatte weder die englische noch die deutsche Antwort auf ihre Fragen.

Diese erste ernsthafte Auseinandersetzung mit mir und dem, wer ich sein will und wohin ich möchte in meinem Leben, hat dahin geführt, dass ich zwei Jahre später eine Ausbildung als Reiseverkehrskauffrau beendete, um mich kurz danach als Geschäftsführerin einer eigenen Reiseagentur selbstständig zu machen.

 

Hindernisse auf dem Weg zum Ziel

Menschen wie Jörg Knoblauch („Dem Leben Richtung geben“) haben mich in dieser Zeit dazu inspiriert, meine Ziele genauer unter die Lupe zu nehmen. Andere Menschen folgten und ich verschlang reihenweise Bücher von Frauen und Männern, die mir Impulse gaben, wie ich konkret an meinen Visionen, meiner Berufung, meinen Zielen arbeiten kann.

Manchmal beobachtete ich andere – erfolgreiche – Menschen, denen es gelungen war, kraftvoll ihre Visionen zu leben und damit nicht nur sich, sondern auch der Welt Gutes zu tun. Menschen, die sich „ihr Leben nehmen“. Und dennoch komme ich in meinem eigenen Leben immer wieder einmal an den Punkt, an dem ich mich frage:

 

Was hält mich davon ab, Dinge zu tun, die mir wirklich am Herzen liegen?

Einige mögliche Erklärungen, die ich im Laufe der Jahre dafür gefunden habe, sind:

  • Es ist manchmal anstrengend, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen und leichter, sich auf den „Baustellen“ anderer zu tummeln
  • Ich bin es mir nicht wert, mich mit meinen eigenen Zielen zu beschäftigen und mich dafür einzusetzen
  • Es ist mühsam, am Ball zu bleiben um Ziele zu erreichen, denn Ziele umzusetzen, bedeutet, etwas dafür zu TUN
  • Der Sinn meiner Ziele ist mir nicht klar
  • Ich habe keine Ahnung, wie ich konkret dahin komme
  • Es sind nicht meine eigenen Ziele, die ich verfolge
  • Ich habe meine Werte- das, was mir fundamental wichtig ist- aus dem Blick verloren
  • Ich traue mich nicht, andere bei der Umsetzung meiner Ziele um Unterstützung zu bitten

Oder aber: meine Ziele haben sich bei näherer Betrachtung einfach als unrealistisch erwiesen.
Und so stehe ich heute, am Ende dieses Jahres da, blicke zurück auf meine mir gesetzten Ziele und bin glücklich und dankbar, dass mir vieles gelungen ist.

Ich gehe gleichzeitig nicht so hart mit mir ins Gericht, wenn einiges „auf der Strecke“ geblieben, manches anders gekommen ist, als ich mir vorgenommen hatte. Etwas, was ich gelernt habe im Laufe der vergangenen Jahre, ist : es ist ein Leben lang Zeit für Visionen, für Träume, für Ziele. Wenn ich mir die Zeit nehme.

Für manche Ziele braucht man einen langen Atem

Jeden Tag aufs Neue sind Veränderungen möglich: ich kann wieder aufstehen, nachdem ich hingefallen bin, ich kann beginnen, mir Fragen zu stellen, die mich ins Handeln bringen statt Fragen, die mich müde und mürbe machen und in einer Sackgasse enden.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es ein deutlicher Unterschied ist, ob ich mich in Situationen, in denen ich vermeintlich „scheitere“, frage: „Wie konnte das nur passieren? Was habe ich bloß falsch gemacht? Warum habe ich das schon wieder nicht hinbekommen?“ statt: „Was kann ich konkret heute dafür tun, um dem, was mir wichtig ist in meinem Leben, ein Stück näher zu kommen?“

Ich bin glücklich darüber, dass ich heute mit dieser Internetseite für Frauen an die Öffentlichkeit gehe und ich möchte dich ermutigen, dich mit mir und anderen Frauen gemeinsam im kommenden Jahr mit deinem persönlichen „Mission Statement“ zu beschäftigen. Vielleicht spricht dich ja das ein oder andere meiner Angebote unter Termine 2017 an …

 

Gemeinsam fällt es leichter, Ziele zu erreichen

Die regelmäßige Auseinandersetzung mit der Frage „Was ist mir wirklich wichtig?“ hilft dabei, sich immer wieder neu klar zu positionieren- im Umgang mit sich selbst und mit anderen Menschen. Und es macht Spaß, anderen von den eigenen Visionen zu erzählen und gemeinsame zu entwickeln, Ziele groß werden zu lassen und dann zu schauen, wie ich Schritt für Schritt dahin komme. Das muss ich nicht allein tun. Zum Glück.