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Wie geht es dir mit Stille? Ich meine den Zustand, wenn du die Welt für eine Weile aussperrst. Kein Telefon, kein Facebook, keine Mails mal eben schnell checken, keine Musik, keine Bücher, keine Ablenkung…

Vor zwei Wochen habe ich mich bewusst  dazu entschieden, für fünf Tage in genau diese Stille zu gehen. Gemeinsam mit vielen anderen Menschen habe ich  in der Stille gesessen und meditiert und Tag und Nacht fast durchgehend geschwiegen. Zu Beginn hat es sich angefühlt wie ein lange ersehnter Urlaub. Endlich darf ich ruhig sein. Muss nichts tun, nicht funktionieren, nicht reagieren. Ich darf einfach nur mit mir selbst sein, inmitten von Menschen. Zwischendurch brach immer wieder  der  „Lärm“ über mir herein, in Form von Gedanken, die kreuz und quer schossen, Gefühlen, die Achterbahn fuhren. Angst, Wut, Traurigkeit…Und irgendwann wurde es sehr still in mir.

Es gab bisher nicht viele dieser Momente in meinem Leben, in denen mir auf solch intensive Weise bewusst geworden ist, wie schnell, grell und laut alles geworden ist. Nicht nur im Außen, auch in mir drin.  Und wie sehr ich diese Zeiten brauche, in denen es in mir stiller werden darf.

Es gibt einige gute Gründe, uns regelmäßig  mehr davon zu gönnen, sagt die Hirnforschung und wenn es nur ein paar Minuten am Tag sind. Nicht nur, dass neue Hirnzellen entstehen können und wir besser und kreativer denken können; auch der Blutdruck wird gesenkt und wir werden entspannter.

Was ich früher manchmal als sinnlose Zeitverschwendung empfunden habe, die mich auch noch „unnötig nervös“ gemacht hat, ist für mich nun meine heilige Zeit geworden. Meine täglichen 20 Minuten Meditation am Morgen, Sitzen in der Stille.

Alles was es dafür braucht, ist eine bewusste Entscheidung.

 

Wie geht es dir mit Stille? Wo hast du Stille in deinem Leben?